Andre Jonas
40589 Düsseldorf
Deutschland
http://www.jonasweb.de

3000

215*120*75

Korallenbruch mittlerer Körnung

200 kg lebendes Gestein, sowie ca 300 kg totes Riffgestein und zwei 100 kg schwere Findlinge in der Mitte

4*400 Watt HQI, 536 Watt T5 blau

2 * 12.000 Red Dragon, 1* 8000 Red Dragon, 1* 12000 Tunze Stream, 2 Tunze Wave Boxen 12.000 L

Außenabschäumer Bubble King 300 von Royal Exclusive, Zulauf erfolgt durch die Wassersäule im Ablaufschacht ohne zusätzliche Treiberpumpe

biologische Filterung mit Lebendgestein

Dieses Becken ist samt Technik abzugeben. Ernsthafte Anfragen bitte per email an andre@jonasweb.de

Meine Vorgeschichte zu diesem Hobby

Ein guter Freund von mir, Axel, erzählte mir abends im Skiurlaub von seinem Onkel, der ein riesengroßes Aquarium im Keller hat (er besitzt ein 5000 L Süßwasserbecken). Er kam beim Erzählen regelrecht ins Schwärmen. Je mehr ich zuhörte umso größer wurde mein Interesse an diesem Aquarium. Ich hätte Axel bei seinen Ausführungen Stunden zuhören können. Der Skiurlaub dauerte noch 5 Tage und fast jeden Abend brachte ich das Thema Aquarium wieder zur Sprache.

Nachdem wir wieder zu Hause waren hatte ich noch einen Tag frei und rannte natürlich in den nächstbesten Aquarienladen mit dem festen Entschluß ein kleines Aquarium anzuschaffen. Dort war die Auswahl allerdings eher langweilig und ich wollte mal sehen, was die Konkurrenz noch so zu bieten hatte. Jedenfalls landete ich eher per Zufall in einem Laden in Mönchengladbach der auf Seewasser spezialisiert war und ich sah zum ersten Mal ein Meerwasseraquarium. Ich glaube ich bin dem Verkäufer ganz schön auf die Nerven gegangen, weil ich so viele Fragen hatte. Jedenfalls stand für mich der Entschluß fest, wenn ein Aquarium, dann ein Meerwasseraquarium. Ich kaufte dort zwei Bücher über Meerwasseraquaristik und machte mich auf den Weg nach Hause.
Für den Rest der Woche musste ich beruflich nach Berlin und hatte dort abends ausreichend Zeit mich meinen Büchern zuzuwenden. Bis Ende der Woche hatte ich beide Bücher komplett durchgelesen und der Wunsch nach einem solchem Aquarium hatte sich in mir noch verstärkt.

Gerade wieder zu hause angekommen erweckte ein Angebot im Internet mein Interesse. Es war ein gebrauchtes Meerwasseraquarium samt Inhalt. In einem Telefonat mit dem Verkäufer vereinbarte ich noch für den gleichen Abend ein Treffen. Als ich das Aquarium sah stand für fest: Ich muß dieses Aquarium haben.
Wir konnten uns preislich einigen und ich war plötzlich der Besitzer eines kompletten Meerwasseraquariums. Der gesamte Umzug der 500 l Anlage wurde netterweise mit Hilfe des alten Besitzers sorgfältig geplant.
Ich lernte einen hilfsbereiten Händler in Düsseldorf kennen und vereinbarte mit ihm, dass er meine Fische für ein paar Monate in Pflege nimmt. So hatte ich genug Zeit mich zunächst mit der Technik und Wartung der Anlage vertraut zu machen und auch den Steinaufbau so zu gestalten, wie er mir am besten gefiel. Nach und nach holte ich dann einige Fische zu mir und setzte sie in mein Aquarium.

Über drei Jahre hatte ich Viel Spaß und auch Erfolg mit diesem Aquarium und der Wunsch nach einem größeren Becken wurde immer größer. Im Juli 2003 war es dann soweit: Es sollte eine 3000 L umfassende neue Anlage werden, die bei dem Bau unseres Eigenheims direkt mit berücksichtigt wurde.


Bei der Planung meiner neuen Anlage habe ich mir sehr viel Zeit gelassen um möglichst alle Faktoren, die den Betrieb stören könnten, im Voraus auszuschließen. Sehr wichtig war für mich daß durch den Betrieb der Anlage kein Lärm entsteht und daß die Wartung der Anlage unkompliziert ist und auch nicht zuviel Zeit in Anspruch nimmt.

Hier noch mal ein dickes Dankeschön für tatkräftige Unterstützung und Denkanstöße an Wolfgang Kluthe, Miles Smethurst, Claude Schumacher, Klaus Jansen, Stefan Wichmann und nicht zu vergessen meinen Vater.

Die Anlage ist seit Oktober 2003 in Betrieb. Leider haben einige große Korallenstöcke aus meinem vorherigen Aquarium den Umzug in die neue Anlage nicht überlebt. Die Ableger dieser Stöcke haben den Umzug größtenteils überstanden.

Bis auf wenige Ausnahmen stammen alle Tiere aus privaten Nachzuchten.

Im ersten Schritt ging es natürlich darum welche Größe das neue Becken haben sollte. Die zweite wichtige Entscheidung war der Ort an dem es aufgestellt werden sollte.

Nach vielen Überlegungen habe ich mich dann dazu entschlossen das Becken im Kellergeschoss in die Wand meines Arbeitszimmers, ein Surrteerainzimmer mit Tageslichteinfall, einbauen zu lassen. Damit war die Breite des Beckens bereits vorgegeben. Von Wand zu Wand hatte ich jetzt 220 cm Platz. Die restlichen Maße legte ich dann auf 120 cm Tiefe und 75 cm Höhe fest.

Das Arbeitszimmer grenzte an ein ursprünglich geplantes Badezimmer das dem Technikraum mit Nachzuchtanlage weichen mußte. Hier wurde die Wand zwischen beiden Räumen entfernt und ein E - förmiges, 70 cm hohes Fundament bis auf die Bodenplatte gebaut. Um die notwendige Stabilität zu erreichen wurden hier vier Stahlträger mit verbaut.

Dadurch ist ein Raum entstanden der ca. 9 m² Bodenfläche besitzt.
Um der entstehenden Feuchtigkeit entgegen zu wirken wurden für die Zu- & Abluft zwei 20 cm große Löcher in die Außenwände gebohrt wo später die Ventilatoren eingebaut werden sollten.
Die Wände wurden mit einer Antipilzfarbe gestrichen um erst gar keinen Schimmelpilz entstehen zu lassen. Der Boden ist mit einem Gefälle versehen das zu einem Bodenablauf führt. So darf auch mal was überlaufen.

Alle 50 Steckdosen wurden über eine zentrale Verkabelung zu einem Verteilerkasten geführt. So können sie auch später mal durch umklemmen in einen anderen Schaltkreis verkabelt werden.
Insgesamt stehen drei Stromkreise zum Betrieb der Anlage zur Verfügung die jeweils mit einem eigenen FI-Schutz-Schalter abgesichert sind. Die Beleuchtung und die Pumpen sind redundant ausgelegt und auf die unterschiedlichen Stromkreise sinnvoll verteilt, so daß bei einer Fehlfunktion eines Gerätes der Betrieb der Anlage nicht gefährdet wird.

Um die Beleuchtung nachher flexibel zu gestalten wurde an der Decke über dem Hauptbecken ein stabiler Gitterzaun befestigt, in das die Lampen an beliebiger Stelle mit s-förmigen Hacken eingehängt werden können.
Als HQI-Strahler setze ich vier 400 Watt starke Industriestrahler von Sill ein. Diese Lampen verfügen über sehr große Reflektoren die das Becken ideal ausleuchten.
Um den Blauanteil der Beleuchtung anzuheben verwende ich drei Doppelbalken mit blauen ATI Röhren (4*54W und 2*80W).

Die Seiten des Beckens bestehen aus 15mm dickem Glas die stoßverklebt sind. Die Bodenplatte ist in der Mitte geteilt und hat eine Dicke von 19 mm. Alle Silikonnähte sind von innen nochmals mit kleinen Glasstegen verklebt um bohrende Tiere vom Silikon fern zu halten.
Die gesamte Bodenplatte ist von innen mit einer 5 mm dicken eingeklebten PVC Platte geschützt. So kann kein punktueller Druck vom Steinaufbau direkt auf das Glas übertragen werden.
In der Mitte befindet sich ein ca. 20 cm breiter Steg, der für zusätzliche Stabilität sorgt.

Das Becken ist mit einem Ablaufschacht mit zwei Bohrungen (50 mm Durchmesser) ausgestattet, wobei eine als Notüberlauf genutzt wird. Das Rohr des Notüberlaufs endet ca. in Höhe des Wasserstandes des Beckens. Der Ablauf des Wassers ist mit einem Kugelhahn soweit gedrosselt, daß der Wasserstand im Ablaufschacht knapp unter dem des Hauptbeckens liegt. Dadurch ist er absolut geräuschlos.
Den vorhandenen Druck der Wassersäule verwende ich dazu den Außenabschäumer (Bubble King 300) mit Wasser zu versorgen. Die gesamte Wassermenge des Ablaufschachts durchläuft den Abschäumer.

Im Boden befinden sich zusätzlich 6 Bohrungen mit 40 mm Durchmesser (2*Ansaugen & 4*Auslaß) für die zwei Strömungspumpen Red Dragon 12000 l/h. Die Pumpen sind unter dem Becken hängend, entkoppelt mit Gummifüßen, fest verschraubt. Dadurch übertragen sich keine Vibrationen auf das Mauerwerk oder die Bodenplatte des Aquariums. Um die Pumpen von der Verrohrung zu entkoppeln wurde der besonders weiche Silikonschlauch von Royal Exclusiv verwendet. Alle Bohrungen lassen sich mit Kugelhähnen verschließen um die Durchlaufmenge zu regulieren oder eine Pumpenwartung durchzuführen.

Als Rückförderpumpe verrichtet eine Red Dragon Pumpe mit 8000 l/h ihren Dienst. Sie versorgt den Wasserkreislauf des Hauptbeckens und den der Nachzuchtanlage. Wird diese ausgeschaltet gibt es insgesamt zwei Technik- oder Auffangbecken für das ablaufende Wasser.

Der Steinaufbau besteht aus ca. 300 kg Lebendgestein und 400 kg Spagettigestein.
Für die Seitenwände und die Rückwand habe ich Lebendgestein verwendet. Die teilweise großen Steine wurden lose aufeinander gelegt und sorgen durch ihr recht hohes Eigengewicht für ausreichend Stabilität. Die Wände wurden so gestaltet, das 5-10 cm Schwimmraum für Fische hinter den Wänden entstand.

Mit zwei ca. 100 kg schweren Findlingen wurden zwei Riffpfeiler erstellt, die mit der Rückwand des Aquariums mit Hilfe von Riffplatten verbunden wurden. So ist genügend Platz verfügbar um Korallenableger zu platzieren.
Von vorne gesehen entstanden so drei schluchtartige Teilbereiche, die von den Fischen als Revier genutzt werden können.

Eine Tunze Stream mit 12000 l/h sorgt in der mittleren Schlucht für ausreichend Strömung.

Die Calcium- und Magnesiumversorgung erfolgt durch selbst angemischte Chemikalien nach Balling. Die Versorgung mit Spurenelementen erfolgt ebenfalls nach Balling. Die Chemikalien werden zeitversetzt mit einer Grotech TEC NG3 Dosierpumpe dem Wasserkreislauf zugefügt (z.Z. 650 ml/Tag).

Die Aufbereitung des Leitungswassers erfolgt mit 60 L Mischbettharz. Das Harz muß nach ca. 3500 Litern regeneriert werden und hat dann einen Leitwert von ca. 5-10 µs.

Das verdunstete Wasser (ca. 150 l/Woche) wird mit Hilfe eines Tunze Osmolators nachgefüllt. So ist gewährleistet das der Salzgehalt (Salinität (psu):35) fast immer gleich ist.

Die Temperatur liegt (abhängig vom Wetter) zwischen 24,5° C und 28° C. Auf den Einsatz einer Heizung konnte ich verzichten.

Der Technikraum, in dem sich auch die Nachzuchtanlage befindet wird mit 2 Lüftern (Zu- & Abluft mit je 400m³/h) mit Frischluft von außen versorgt. Die Steuerung der Lüftung erfolgt über einen Temperaturschalter der abhängig von der Raumtemperatur ist.

Die Wassertemperatur wird mit einem Temperaturschalter überwacht, der ab 26°C Wassertemperatur drei starke Ventilatoren einschaltet, die auf die Wasseroberfläche gerichtet sind. So wird die Abwärme der Beleuchtung von der Wasseroberfläche ferngehalten und für eine Verdunstungskühlung gesorgt. Ab 25,5 °C Wassertemperatur werden diese Ventilatoren wieder ausgeschaltet.

Als Mondlicht verwende ich zwei blaue Kaltlichtkathoden, die gedrosselt auf 5 Volt sind.

Um eine Trübung des Wassers zu verhindern verwende ich einen Ozonisator C200 von Sander. Dadurch ist das Wasser fast immer klar.

Eine UV Anlage mit 25 Watt vom Hersteller DeBarry sorgt im Dauerbetrieb für eine Keimreduzierung des Wassers.

Ich habe fast immer Ableger von diversen Weich- und Steinkorallen aus eigener Nachzucht zum Tausch anzubieten. Bei Interesse könnt ihr mir gerne eine Email unter folgender Adresse zuschicken: mailto:andre_jonas@yahoo.com
Andre Jonas
aus Düsseldorf
http://www.jonasweb.de
03.01.2006

 

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Doktoren:
1 Acanthurus leucosternon
1 Ctenochaetus strigosus
3 Zebrasoma flavescens
2 Zebrasoma xanthurum
1 Zebrasoma scopas

Barsche:
3 Pterapogon kauderni
5 Chromis viridis
2 Oxycirrhites typus (Paar)
3 Pseudochromis fridmani (1M/2W)
2 Pseudochromis aldabraensis (Paar)
5 Pseudanthias pleurotaenia (1M/4W)

Zwergkaiser:
Centropyge loriculus (Paar)
Centropyge multicolor (Paar)

Grundeln:
2 Cryptocentrus cintus (Paar)
1 Gobiosoma evelynae
2 Valenciennea puellaris
2 Valenciennea coeruleopunctata (Paar)
2 Nemateleotris magnifica (Paar)

Brunnenbauer:
2 Opistognathus aurifrons

Schleimfische:
1 Ecsenius midas
1 Ophioblennius atlanticus

Leierfische:
2 Synchiropus splendidus (Paar)
2 Synchiropus ocellatus (Paar)
2 Synchiropus stellatus (Paar)

Lippfische:
1 Labroides dimidiatus
1 Halichoeres chrysus
1 Halichoeres marginatus
1 Halichoeres iridis
1 Macropharyngodon meleagris
2 Macropharyngodon bipartitus (Paar)
1 Cirrhilabrus solorensis

Falterfische:
1 Chelmon rostratus

 

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50 % SPS:
Acropora (diverse)
Echinopora lamellosa
Millepora sp
Montipora (diverse)
Pavona decussata
Pavona cactus
Pocillopora damicornis
Pocillopora meandrina
Seriatopora hystrix
Seriatopora stellata
Seriatopora caliendrum
Stylophora pistillata


25 %LPS:
Blastomussa merleti
Blastomussa wellsi
Catalaphyllia jardinei
Caulastrea frucata
Caulastrea curvata
Cynarina sp.
Euphyllia ancora
Euphyllia paraancora
Euphyllia glabrescens
Euphyllia divisa
Euphyllia paradivisa
Favites flexuosa
Fungia sp
Galaxea sp
Goniopora sp
Hydnophora sp
Lobophyllia sp.
Plerogyra sinuosa
Physogyra lichtensteini
Porites lichen

Trachyphyllia sp.
Tubinaria reniformis
Tubastrea diaphana
Tubastrea faulkneri

25 % Weichkorallen:
Clavularia viridis
Scleronephthea sp.
Sinularia (diverse)

 

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Garnelen:
5 Lysmata debelius
6 Lysmata amboinensis
11 Lysmata wurdemanni
2 Stenopus hispidus (Paar)

Krebse:
1 Galathea sp.
1 Alpheus bellus

Krabben:
4 Percnon gibbesi (1M/3W)

Muscheln:
1 Tridacna crocea
1 Tridacna squamosa
4 Tridacna maxima

Seegurken:
2 Colochirus robustus

Seeigel:
1 Diadema setosum
1 Clypeaster australasiae
2 Clypeaster sp.

Seesterne:
1 Ophiolepis superba
1 Polycarpa aurata
3 Archaster angulatus
1 Ophiothrix fragilis

Schnecken:
2 Strombus bulla

sonstiges:
ca. 50 Schnecken,
ca. 200 Einsiedler,

 

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Manuela und Robert